TANDOORI LOVE

Darsteller

Lavinia Wilson – Sonja

Lavinia Wilson wurde als Tochter einer deutschen Politikwissenschaftlerin und eines US-amerikanischen Anthropologen in München geboren und wuchs zweisprachig auf. Bereits als Jugendliche hatte sie erste Filmauftritte, in Leise Schatten von Sherry Hormann (1991) und zwei Jahre später in Vivian Naefes Fernsehspielfilm Todesreigen. An der Seite von Benno Fürmann spielte sie 1996 in dem Liebesdrama Das erste Mal, im Anschluss in den Filmen Eine ungehorsame Frau (1997) und Zimmer mit Frühstück (1999). 2000 war sie gleich mit zwei Filmen im Kino zu sehen: In dem Drama Julietta von Regisseur Christoph Stark übernahm sie die Hauptrolle, in Marco Petrys Komödie Schule spielte sie neben Daniel Brühl und Jasmin Schwiers.
2002 wurde Lavinia Wilson mit dem „Rising Movie Talent Award“ beim Filmfest München ausgezeichnet.
Für die Hauptrolle in Dito Tsintsadzes Schussangst gewann sie 2003 den „Goldenen Prometheus“ in Tiflis und die „Goldene Muschel“ in San Sebastián. 2004 gelang ihr ein Durchbruch mit der Hauptrolle in Allein von Regisseur Thomas Durchschlag. Für ihre Darstellung einer psychisch Kranken erhielt sie den „Max Ophüls Preis“ als beste Nachwuchsdarstellerin.
Seit Jahren ist Lavinia Wilson regelmäßig in deutschen Fernsehfilmen zu sehen; bekannt wurde sie unter anderem durch die Serie Der letzte Zeuge (6 Folgen, Regie: Bernhard Stephan, ZDF). Neben dem Schauspiel hat Lavinia Wilson sich in Tanz weitergebildet (Modern, Ballett, Jazz).

Filmografie (Kinofilme seit 2004, ohne Kurzfilme)

2008 Tandoori Love Regie: Oliver Paulus
2007 Lulu und Jimi Regie: Oskar Röhler
2006 Freigesprochen Regie: Peter Payer
2004 Aeon Flux Regie: Karyn Kusama
2004 Hüttenzauber Regie: Clemens Pichler
2004 Allein Regie: Thomas Durchschlag
Theater
2006-07 Zur schönen Aussicht, Regie: Martin Kušej, Schauspielhaus Hamburg
2006 Romeo und Julia, Regie: Neco Celik, Hebbel Theater Berlin

« Lavinia Wilson, eine ungewöhnliche, kühle und zarte aber dennoch verführerische Schönheit, zeigt die Protagonistin in ihrer ganzen Zerrissenheit. Meisterhaft laviert Lavinias Sonja zwischen zurückhaltender, fast abweisender Schüchternheit und einer mal fordernden, mal nach Hilfe rufenden Forschheit. Lavinia legt die Unsicherheit und das Anlehnungsbedürfnis ihrer Figur nicht plakativ in einen flehenden Augenaufschlag, sondern versteckt es hinter einer Fassade aus Trotz und Angriffslust.»
Oliver Paulus


Vijay Raaz – Rajah

Der aus Delhi stammende Vijay Raaz hat seit seinem Filmdebüt 1998 in zahlreichen indischen Filmen verschiedener Genres gespielt – von Komödie über Liebesfilm und Drama bis zum Thriller – und ist in Indien ein Star. Heute lebt er in Mumbai (Bombay). Dank seines Auftritts als Caterer P.K. Dubey in Monsoon Wedding ist er international einer der bekanntesten Bollywood-Schauspieler.

Filmografie (Auswahl aus mehr als 30 Titeln)

2008 Tandoori Love Regie: Oliver Paulus
Barah Aana Regie: Raja Menon
2007 Anwar Regie: Manish Jha
2004 American Daylight Regie: Roger Christian
Hari Om Regie: Ganapathy Bharat
Run Regie: Jeeva
2003 Raghu Romeo Regie: Rajat Kapoor
2002 Lal Salaam Regie: Gaganvihari Borate
2001 Monsoon Wedding Regie: Mira Nair
Bhopal Express Regie: Mahesh Mathai

« Vijay Raaz ist keiner der gottähnlichen Megastars (was sicherlich darin begründet liegt, dass er nicht dem modelgeprägten, indischen Schönheitsideal entspricht), aber er ist zweifellos einer der besten Schauspieler Mumbais. Vijays Rajah ist personifizierter Charme. Seine Poesie, sein subtiles Gefühl für Komik und seine Authentizität sind einzigartig.»
Oliver Paulus


Shweta Agarwal – Priya
Die junge Schauspielerin aus Nordindien schloss in Mumbai (Bombay) das College ab, bevor sie sich der Unterhaltungsbranche zuwendete. Sie drehte zunächst Musikvideos und spielte die Hauptrolle in zwei Fernsehserien (Shagun und Babul Ki Duayen Leti Ja), um dann eine Filmkarriere in Südindien zu beginnen.
Nach fünf Filmen zog es sie wieder zurück nach Mumbai, wo sie durch die Hauptrolle in der Fernsehserie Dekho Magar Pyaar Se – sie spielt die Rolle der dicken Brillenträgerin Nikki – sehr populär wurde.
2007 spielte sie die weibliche Hauptrolle in dem türkischen Spielfilm Das Erbe (Miras) unter der Regie von Aydin Sayman. Ihre Rolle in Tandoori Love ist ihre erste in Westeuropa.

« Shweta Agarwal gibt eine Priya, die das Publikum in jedem einzelnen Augenblick lieben wird, egal wie kapriziös und ‚zickig’ sie sich benimmt. Neben ihrer atemberaubenden Schönheit und ihrer bollywoodschen Unantastbarkeit verleiht sie ihrer Figur eine geradezu kindliche Verspieltheit.»
Oliver Paulus


Martin Schick – Markus

Martin Schick hat nach seiner privaten Ballettausbildung die Hochschule der Künste Bern (Studienbereich Theater) 2001 mit Auszeichnung abgeschlossen. Während seiner Schauspielausbildung besuchte er diverse Profi-Tanztrainings und internationale Workshops (Meg Stuart, David Zambrano u.a.).
Er wirkte in Theaterproduktionen wie Amerika (Jarg Pataki) am Luzerner Theater oder Terrorismus (Meret Matter) mit und spielte an der Seite der Geschwister Pfister im Stadttheater Bern im Musical Hello Dolly (Stefan Huber). Seit seinem Abschluss der HKB war er Mitglied der Gisela-Rocha-Tanzkompanie und gestaltete eigene Theaterproduktionen.
Seine Film- und Fernsehkarriere startete er in der Rolle des „Juanito“ mit der Sitcom Schöne Aussichten (Schöni Ussichte) des Schweizer Fernsehens.

Filmografie

2008 Tandoori Love Regie: Oliver Paulus
Nordwand Regie: Phillip Stölzl
TV
2006 Tod in der Lochmatt Regie: Daniel Helfer
2005 Schöne Aussichten (Schöni Ussichte) Sitcom, Regie: Tina Kriwitz, Norbert Schultze, Wolfgang Münstermann

« Martin Schick verkörpert einen Markus, dessen blinde Ignoranz dermaßen tragisch ist, dass sie jederzeit liebenswert und entschuldbar bleibt. Martin zuzusehen, mit was für einem Enthusiasmus er seinen Markus ins Verderben rennen lässt, ist ein geradezu schmerzhaftes Vergnügen.»
Oliver Paulus