SERAPHINE

Darsteller

Yolande Moreau

Yolande Moreau wurde 1953 in Brüssel geboren. Sie arbeitete einige Jahre als Erzieherin und Mitarbeiterin eines belgischen Kindertheaters, bis sie sich entschloss, Schauspielerin zu werden. Moreau absolvierte ihr Studium an der Ecole Jacques Lecoq und hatte bereits 1982 ihren ersten Erfolg mit dem One-Woman-Stück Sale affaire du sexe et du crime. Nach erfolgreicher Tour war die Schauspielerin erstmals in Filmen wie SANS TOIT NI LOI (Vogelfrei) von Agnès Varda zu sehen.
Nach zahlreichen Theater-Engagements war Moreau Ende der 1990er Jahre wieder verstärkt für die Leinwand tätig. Vor allem die Zusammenarbeit mit Jean Pierre Jeunet war höchst erfolgreich: AMELIE POULAIN avancierte 2001 zum großen Publikumsliebling. Mit QUAND LA MER MONTE stellte Moreau in Zusammenarbeit mit Gilles Porte erstmals ihr Talent als Regisseurin und Drehbuchautorin unter Beweis.
Mit der Rolle der Irène gewann sie 2005 erstmals den César als beste Darstellerin sowie die Auszeichnung für das beste Erstlingswerk. Für ihre Darstellung der SÉRAPHINE erhielt sie 2009 erneut den César als beste Akteurin und reiht sich somit in die Riege großer französischer Schauspielerinnen wie Catherine Deneuve oder Nathalie Baye ein.

FILMOGRAPHIE (Auswahl)

2001 LE FABULEUX DESTIN D'AMELIE POULAIN von Jean-Pierre Jeunet
LE LAIT DE LA TENDRESSE HUMAINE von Dominique Cabrera
2002 UNE PART DU CIEL von Bénédicte Liénard
2003 BIENVENUE CHEZ LES ROZES von Francis Palluau
2004 QUAND LA MER MONTE von Yolande Moreau und Gilles Porte
César 2005 du Premier Long Métrage et de la meilleure comédienne
Prix Louis Delluc 2004 de la première oeuvre
2005 LE COUPERET von Costa-Gavras
2006 ENFERMES DEHORS von Albert Dupontel
PARIS, JE T'AIME – Sequenz von Sylvain Chomet
JE M'APPELLE ELISABETH von Jean-Pierre Améris
2007 UNE VIEILLE MAITRESSE von Catherine Breillat
2008 SÉRAPHINE von Martin Provost
MUSEE HAUT, MUSÉE BAS von Jean-Michel Ribes
LOUISE MICHEL von Benoît Delépine und Gustave Kervern
DE L’AMOUR SINON RIEN von Claude Berne
MICMACS A TIRE-LARIGOT von Jean-Pierre Jeunet

THEATER (Auswahl)

1989-1993
LAPIN CHASSEUR J. Deschamps und Macha Makeieff
1990-1993
LES PIEDS DANS L'EAU J. Deschamps und Macha Makeieff
1993-1994
LES BRIGANDS J. Deschamps und Macha Makeieff
1994-1996
C'EST MAGNIFIQUE J. Deschamps und Macha Makeieff
1996 LE DEFILE J. Deschamps und Macha Makeieff
1997 LES PRECIEUSES RIDICULES J. Deschamps und Macha Makeieff
1999-2000
LES PENSIONNAIRES J. Deschamps und Macha Makeieff
2007 SALE AFFAIRE DU SEXE ET DU CRIME von und mit Yolande Moreau




Ulrich Tukur

Nach Studien in Boston und an der Universität von Hannover erweitert Ulrich Tukur sein Anglistik- und Geschichtsstudium an der Universität in Tübingen, wo er nebenbei professionellen Gesang und Akkordeon studiert. Ab 1980 besucht er die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart und wird dort von Michael Verhoeven entdeckt, der ihn 1982 als Darsteller für DIE WEISSE ROSE engagiert.
Es folgen eine Reihe Fernsehfilme und parallel dazu eine Bühnenkarriere, vorwiegend als Shakespeare-Mime. Desweiteren taucht er in verschiedenen deutschen Filmen auf, darunter in DIE SCHAUKEL des späteren OUT OF ROSENHEIM-Regisseurs Percy Adlon oder in MUTTER COURAGE (1995), bei dem er wieder mit Michael Verhoeven zusammentrifft.
Nachdem er an der Seite von Harvey Keitel in Istvan Szabos TAKING SIDES. DER FALL FURTWÄNGLER mitgewirkt hat, findet er vor allem durch seine Rolle in Costa-Gavras’ AMEN, der Adaption von Rolf Hochhuths „Stellvertreter“, internationale Beachtung. Für den französischen Regisseur spielt er auch eine bewegende Nebenrolle in LE COUPERET, nachdem ihm sein frischer Ruhm eine Rolle in SOLARIS unter der Regie von Steven Soderbergh verschafft hatte.

FILMOGRAPHIE (Auswahl)

2002 TAKING SIDES, DER FALL FURTWÄNGLER von Istvan Szabo
AMEN von Costa-Gavras
2003 SOLARIS von Steven Soderbergh
2005 LE COUPERET von Costa-Gavras
2007 DAS LEBEN DER ANDEREN von Florian Henckel von Donnersmarck
2008 SÉRAPHINE von Martin Provost
OU EST LA MAIN DE L’HOMME SANS TETE von Stéphane und Guillaume Malandrin
EDEN A L’OUEST von Costa-Gavras
JOHN RABE von Florian Gallenberger