IT MIGHT GET LOUD

Jack White (White Stripes)

Jack White wurde 1975 in Detroit, Michigan, geboren. Als er 1997 gemeinsam mit seiner Schwester Meg The White Stripes gründete, konnte noch niemand ahnen, welch enormen Erfolg die Band haben würde. Seine Liebe zum frühen Delta Blues hat ihn zu einem Minimalismus inspiriert, der sich in seiner Musik – u.a. dem einfachen Schlagzeug-Stil seiner Schwester – genauso ausdrückt wie in einem schlichten Farbschema aus rot, weiß und schwarz, das von der Bühnengarderobe bis zum Albumcover das gesamte Erscheinungsbild der White Stripes prägt.

Als Sänger, Gitarrist und Songwriter hat Jack White das Duo zu internationalem Erfolg geführt. Die Band hat sechs hoch gelobte Alben veröffentlicht und wurde mit 5 Grammies ausgezeichnet, drei davon erhielt sie für das Beste Album: „Elephant“ (2004), „Get Behind Me Satan“ (2006) und „Icky Thump“ (2008). Zudem haben die White Stripes 4 MTV Video Music Awards und zwei Brit Awards gewonnen. Weltweite Hits landeten sie u.a. mit „Fell In Love With A Girl“ (2001), „Seven Nation Army“ (2003) und „Icky Thump“ (2007). In den USA und Europa sorgten sie in großen Hallen als Live-Band für Begeisterung, u.a. im Madison Square Garden.

2005 gründete White mit Brendan Benson, Jack Lawrence und Patrick Keeler seine zweite Band, The Raconteurs. Als ,neue Band alter Freunde’, wie die Raconteurs auch bezeichnet werden, wurde ihre erste Single „Steady, As She Goes“ sofort ein Hit, ihr Debütalbum „Broken Boy Soldiers“ stieg auf Platz 7 der Billboard Charts ein und erhielt zwei Grammy-Nominierungen. Auf ihrer Welttournee spielten sie 2006 in den USA mit Bob Dylan. Whites und Dylans gegenseitige Wertschätzung führte auch zu einigen gemeinsamen Auftritten der beiden. Das zweite Album der Raconteurs, „Consolers Of The Lonely“ kam 2008 heraus und stieg wie das erste auf Platz 7 der Billboard Charts ein, die Singleauskopplung „Salute Your Solution“ war ebenfalls ein Hit. Seit 2005 spielt Jack White parallel in beiden Bands.

Neben seiner erfolgreichen Tätigkeit als Live-Musiker und Songwriter arbeitet Jack White auch als Produzent. Alle bisher veröffentlichten Alben der White Stripes und Raconteurs hat er selbst produziert (das letzte Raconteurs-Album gemeinsam mit Brendan Benson), 2004 zeichnete er als Produzent für Loretta Lynns Album „Van Lear Rose“ verantwortlich. Er stellte für die Aufnahmen Loretta Lynns Band zusammen und beteiligte sich als Gitarrist und Sänger u.a. beim Duett „Portland, Oregon“, das 2005 mit dem Grammy für „Best Country Collaboration With Vocals“ ausgezeichnet wurde. „Van Lear Rose“ erhielt zudem den Grammy als Bestes Country Album.

White war nebenbei immer wieder in Filmen zu sehen, darunter in dem 2003 mit dem Oscar® ausgezeichneten Unterwegs nach Cold Mountain. Regisseur Anthony Minghella besetzte White auf den Rat von Musical Director T-Bone Burnett – Whites Rolle war musikalisch angelegt, er sang einige der Appalachen-Songs. 2003 spielten White und seine Schwester in Jim Jarmuschs Coffee & Cigarettes, 2006 waren sie in der Simpsons-Folge Jazzy And The Pussycats zu sehen. 2007 hatte Jack White einen Cameo-Auftritt in Judd Apatows Komödie Walk Hard: Die Dewey Cox Story, 2008 trat er in Martin Scorseses Shine a Light gemeinsam mit den Rolling Stones auf.

Zudem betreibt Jack White sein eigenes Label Third Man Records, das weltweit alle Alben von The White Stripes und The Raconteurs herausbringt.