IT MIGHT GET LOUD

Interview mit Produzent Thomas Tull

Wodurch unterscheidet sich dieser Film von anderen Musikdokumentationen?

Es gab bereits etliche Filme mit Live-Dokus, dieser jedoch handelt von der Beziehung der drei Musiker zu ihren Instrumenten. Wir wollen zeigen, was die Künstler antreibt, woher ihre Leidenschaft kommt, warum sie sich überhaupt für die Gitarre entschieden haben.

Wie kamen Sie auf dieses Konzept?

Ich bin absolut begeistert von der Gitarre! Sie ist rund um die Welt so etwas wie DIE Versinnbildlichung der heutigen Musik: es gibt Gitarren-Videospiele, Diskussionen über die 10 besten Gitarristen der Welt, vom Rock über Jazz bis zum Blues – zur Gitarre hat einfach jeder eine Beziehung. Bisher habe ich noch keinen Film gesehen, der das Thema auf diese Weise betrachtet hat.

Wieso haben Sie Davis Guggenheim als Regisseur ausgewählt?

Davis ist schon seit ein paar Jahren ein Freund von mir. Er ist einer der besten Dokumentarfilmer – wie er auch mit Eine unbequeme Wahrheit gezeigt hat –, und er ist ebenfalls ein leidenschaftlicher Musikfan. Er war der einzige, der für mich als Regisseur für diesen Film in Frage kam.

Warum haben Sie diesen Film gemacht?

Als erklärter Fan wollte ich einfach selbst einen Kinofilm sehen, der auf den Punkt bringt, warum Menschen so unglaublich begeistert von der Gitarre sein können. Und diese Geschichte durch diese drei ganz besonderen Musiker erzählen.

Warum haben Sie sich für Jimmy Page, The Edge und Jack White entschieden? Wie war die Zusammenarbeit?

Es war fast wie beim Casting für einen Film. Wir wollten eine große Bandbreite hinsichtlich Stil und Zeit zeigen, und uns dabei auf die drei besten Gitarristen der Welt aus drei verschiedenen Generationen konzentrieren. Und sie haben ja gesagt! Ich hatte wie so viele andere Kinder auch ein Poster von Jimmy Page in meinem Zimmer hängen – er ist einfach eine lebende Legende. U2 ist eine der großartigsten Bands überhaupt, und The Edge ist ein brillianter und unverwechselbarer Gitarrist. Jack White gehört schon zur neuen Generation – er geht zwar seinen eigenen Weg, hält aber trotzdem die Gitarre und ihre lange Tradition am Leben.

Was wollen Sie dem Zuschauer mit diesem Film vermitteln?

Ehrlich gesagt habe ich diesen Film für Menschen wie mich gemacht, Menschen, die Musik und das Erlebnis einer Live-Show lieben. Wenn man für eine Band oder einen Musiker schwärmt, möchte man wissen, wie und warum sie das tun, was sie tun, wie sie ticken. Davis hat es geschafft, das zu zeigen, in die Welt und die Köpfe dieser Jungs hineinzuschlüpfen, auf eine Art und Weise, wie das noch keine Musik-Doku geschafft hat. Ich hoffe, dass die Fans genauso begeistert und erfüllt auf das Ergebnis reagieren wie ich.