LONG
WALK HOME
Was aus Molly, Gracie und Daisy wurde
Molly Kelly (geb. Craig)
Molly heiratete und bekam zwei Töchter, Doris und Annabelle. 1940
wurde sie erneut gefangen genommen und nach Camp Moore River gebracht.
Dieses Mal mit ihren damals vier und zwei Jahre alten Kindern. Am 1. Januar
1941 beschloss Molly, ein zweites Mal zu fliehen. Ihre 18 Monate alte
Tochter Annabelle tragend, ging sie den gleichen langen Weg nach Jigalong
zurück wie neun Jahre zuvor. Ihre ältere Tochter Doris musste
sie im Camp zurück lassen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Toby und ihrer
Tochter Annabelle ließ sich Molly wieder in Balfour Down Station
nieder. Drei Jahre später wurde ihr Annabelle weggenommen. Man brachte
sie in das Sister Kate's Children's Home in Queens Park. Molly hat sie
nie wiedergesehen. Erst 1971, dreißig Jahre nach ihrer Trennung,
trafen sich Doris und ihre Mutter Molly wieder. Jahre später schrieb
Doris die Geschichte ihrer Mutter auf. Dieser Film basiert auf ihrem Buch
"Follow The Rabbit-Proof Fence". Molly (85) lebt heute ein ruhiges
Leben in Jigalong. Nach dem traditionellen Familienverständnis der
Aborigines hat Molly heute 18 Enkelkinder, 29 Urenkel und 2 Ur-Urenkel.
Gracie Cross (geb. Fields)
Nachdem Gracie in Wiluna gefangen genommen wurde, brachte man sie zurück
nach Camp Moore River. Dort gab man ihr einen neuen Nachnamen: Jigalong,
der später zu Long gekürzt wurde. Sie wurde als Haushaltshilfe
ausgebildet und arbeitete für verschiedene Farmer. Als sie im Shark
Bay District arbeitete, lernte sie den Lagerhelfer Harry Cross kennen.
Sie heirateten und bekamen sechs Kinder: Lucina, Therese, Margaret, Marcia,
Celine und Clarence. Jahre später trennte sie sich von ihrem Mann
und zog nach Geraldton. Sie starb im Juli 1983. Gracie kehrte nie nach
Jigalong zurück.
Daisy Kadibil
Nach ihrer Rückkehr zog Daisy mit der Familie südwärts
nach Jimalbar, später weiter in eine Aborigine-Kommune in der Nähe
des Lake Naberu. Auch Daisy wurde zur Haushaltshilfe ausgebildet und arbeitete
für viele verschiedene Farmer und Außenposten. Sie heiratete
Kadibil, einen Lagerhelfer. Sie bekamen vier Kinder: Noreena, Elizabeth,
Jenny und Margaret. Nach dem Tod ihres Mannes wurde Daisy Köchin
und Haushälterin für die Kalundi Seventh Day Adventist Mission.
Sie blieb dort, bis die Mission 1970 geschlossen wurde. Daisy (79) lebt
heute mit ihren Kindern und deren Familien in Jigalong.
|