LILJA
4-EVER
LUKAS MOODYSON, Regisseur
Lukas Moodyson wurde 1969 in Südschweden geboren. Im Alter von 17
Jahren und lange bevor er sich dem Filmemachen zuwandte, veröffentlichte
er einen Gedichtband, auf den mehrere Bücher mit Gedichten sowie
ein Roman folgten. Er machte einen Abschluss am Dramatiska Institutet,
an dem er eine Reihe Kurzfilme drehte, bevor er seine Zusammenarbeit mit
Memfis Film begann. Dem Kurzfilm "Talk" folgte 1998 sein Spielfimdebüt
"Raus aus Amal". Der große Erfolg dieses Films sowohl
beim Publikum als auch bei den Kritikern und das Lob durch Filmemacherlegende
Ingmar Bergman führten dazu, dass Moodysson bald als die neue große
Hoffnung des schwedischen Films gehandelt wurde. "Raus aus Amal"
wurde weltweit vertrieben, gewann mehrere Preise und wurde mehrfach nominiert,
u.a. erhielt er vier Swedish Film Awards und eine Nominierung als Bester
Europäischer Film des Jahres durch die European Film Academy. Lukas
Moodyssons nächster Film "!Zusammen!" erreichte mehr als
nur das Niveau seines Debüts und wurde ein noch größerer
Erfolg. Uraufgeführt im Jahre 2000 im Rahmen des Filmfestivals von
Venedig wurde der Film zu einem wahrhaftigen weltweiten Kassenschlager.
Sowohl in kommerzieller als auch in künstlerischer Hinsicht etablierte
sich Moodysson so in der internationalen Filmemacherszene. 2001 war "!Zusammen!"
auf den "Film des Jahres" -Listen mehrerer großer Zeitschriften
in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien zu finden.
Im Jahr 2000 war Lukas Moodysson auch Mitautor der schwedischen TV-Serie
"The New Country" (Regie: Geir Hansteen-Jörgensen), die
mehrere Preise gewann. Lukas Moodysson lebt in Malmö, gemeinsam mit
seiner Frau und seinen zwei Söhnen. LILJA 4-EVER ist sein dritter
abendfüllender Spielfilm.
"Eigentlich sollte es ein Film über die Mildtätigkeit
Gottes werden, doch dann nahm die Realität ihren Lauf und er
wurde etwas ganz Anderes. Es wurde ein Film über zwei Kinder, Lilja
und Volodya, die in einem Land leben, das einst ein Teil der mächtigen
Sowjetunion war und das jetzt in Trümmern liegt. Es wurde ein Film
über das Verlangen, woanders zu sein, alles zurückzulassen,
darüber, allein zurückgelassen zu werden, über reiche Leute,
die glauben, daß man alles kaufen kann, über arme Leute, die
dazu gezwungen sind, ihren ganzen Besitz zu verkaufen (außer ihrem
Herzen), über Dinge, die weit entfernt passieren und über Dinge,
die auf der Strasse, in der ich lebe, passieren, über Hustensaft
und Klebstoff, über Basketball, über Britney Spears, darüber,
wie man seinen Namen in eine Sitzbank ritzt, damit alle sehen können,
daß man existiert, darüber, wie es ist, wenn man angespuckt
wird, über das Aufgeben, über den Tod, über eine Freundschaft,
die niemals enden wird, über eine Kerze, die nie verlöschen
wird. Und vielleicht auch ein bisschen über die Mildtätigkeit
Gottes - trotz der Tatsache, daß Gott ja niemals auf Liljas Gebete
antwortet."
Lukas Moodysson
Ein ausführliches Interview mit Lukas Moodyson finden sie im Presseinfo
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