HEINRICH DER SÄGERInhalt Das ultimative Railroadmovie mit fantastischen Bildern, Action, Thrill, Romantik und schrägem Humor. Nachts schlafen die Leut! Auch in der deutschen Provinz. Nur der Säger
ist mit einem Trennschleifer auf den Gleisen unterwegs und sägt Stücke
heraus. Er glaubt so, die Kommerzbahn zur Rücknahme von Streckenstilllegungen,
Entlassungen und Privatisierung zwingen zu können. Hinter seiner Maske verbrigt sich Bahnhofsvorsteher Kurt Grantke (Rolf
Becker), eigentlich verantwortlich für den ebenfalls von der Stilllegung
bedrohten Bahnhof Storchenroda und mit Leib und Seele Eisenbahner. Seine
Tocher Teresa (Meret Becker) fühlt sich mit ihrem Leib hingezogen zum
Briefträger Heiko und mit ihrer Seele zur heiligen Jungfrau Maria. Ein
Konflikt, der zunächst unlösbar scheint. Kommissar Stahl (Heinz Werner
Kraehkamp) ist dem Säger auf der Spur. Unterstützt - oder behindert, darüber
herrscht Unklarheit - wird er von seiner Assistentin Braun (Karina Krawczyk),
einer jungen Polizistin, der es nicht nur in Kleiderfragen am richtigen
Gespür mangelt. Zusammen bilden sie aber ein durchaus schlagkräftiges
Team. Nach 'Daheim sterben die Leut', damals vielbeachtet und für den Deutschen Filmpreis nominiert, ist Klaus Gietinger mit HEINRICH DER SÄGER wieder in der deutschen Provinz unterwegs. Mit der Figur von Kurt Grantke schafft er einen modernen Robin Hood, der Pfeil und Bogen gegen Trennschleifer eintauscht und sich gegen einschneidende Rationalisierungen auf deutschen Gleisen zur Wehr setzt. Gleichermaßen kritisch liebevoll wie auch ironisch überhöht, zeichnet Gietinger ein skurriles Bild der deutschen Provinz, das den Bezug zur Realität jedoch immer im Auge behält. "Tod dem Autowahn, es lebe die Eisenbahn!" |