HAVANNA BLUES

Regie

BENITO ZAMBRANO

"Musik transportiert die Seele des kubanischen Volkes!" Benito Zambrano über seinen Film

Für Benito Zambrano ist die Musik für das Verständnis Kubas und der Kubaner essentiell: "Gibt es einen Ort auf der Welt, der musikalischer wäre als Kuba? Es ist unmöglich, sich Kuba in Stille vorzustellen, ohne Akkorde, ohne Instrumente. Die Musik transportiert die Seele des kubanischen Volkes, seine Freude und seine Leidenschaft."

"Die Idee zu HAVANNA BLUES entstand beim Besuch eines Konzertes der neuen kubanischen Musik in Havanna. Dort eröffnete sich mir mit einem Schlag die Geschichte einer ‚schwarzen Musik'. Ich habe eine völlig neue Musikszene entdeckt. Die klassischen ‚Sänger' saßen nicht länger auf dem Thron. Wir zeigen in HAVANNA BLUES die inoffizielle Musik, die Musik, die wirklich von unten kommt, die keine Subventionen erhält, keine Unterstützung. Der Hip-Hop, die Underground-Gruppen und damit die Jugend beherrschen die Straße, und sie setzen sich bewusst von ‚Son' und ‚Salsa' ab. Das sind Musiker, die wirklich für ihre Träume arbeiten, die nur für die Musik leben, nicht von ihr."

"Auf keinen Fall wollte ich das zeigen, was man schon in so vielen Dokumentarfilmen gesehen hat. Ich wollte mit HAVANNA BLUES einen Film machen, der wirklich im Land verwurzelt ist. Kuba ist ein zerrissenes Land und hat auch einige negative Elemente und trotzdem ist die Lebensform, sind die menschlichen Beziehungen, die Art und Weise, wie die Menschen miteinander umgehen, unglaublich."

"Ich wollte mich der Seele des Landes annähern und denke, dass ich das erreicht habe, denn allem Anschein nach machte es für die Leute keinen Unterschied, ob ich Kubaner oder Ausländer war. Ich glaube, mein Blick auf Kuba ist frisch und aktuell und zeigt den Zuschauern auf der ganzen Welt, wie die jungen Leute dort sind."


Benito Zambrano
Geboren 1965 und aufgewachsen in Sevilla, Spanien. Studium der Dramaturgie am Theaterinstitut in Sevilla; zunächst Arbeit als TV-Kameramann beim Canal Sur; ab 1992 zwei Jahre Studium an der Internationalen Schule für Film und Fernsehen San Antonio de los Baños, Havanna.


Filmographie
Para qué sirve un río? (Regie, Dokudrama/Video 1991)
Tres Minutos para la fama (Regie, Kurzfilm/Video 1993)
Putas y huevos (Kamera, 1993)
Los que se quedaron (Regie, Dokumentar-Video 1993)
Amores (Co-Autor, Spielfilm 1994)
El Encanto de la luna lleno (Regie, Kurzfilm 1994)
Solas (Regie und Drehbuch, Spielfilm 1999, Wettbewerb Berlinale/Publikumspreis)
Padre Coraje (Regie und Drehbuch, TV 2002)
HAVANNA BLUES (Regie und Drehbuch Spielfilm 2005)