Elsa und Fred

DarstellerInnen

China Zorrilla (Elsa)
Concepción "China" Zorrilla wurde in Uruguay in eine Familie von Künstlern hineingeboren. Ihr Vater war der bekannte Bildhauer José Luis Zorilla und ihr Großvater ein Schriftsteller. China begann ihre Karriere auf den unabhängigen Theaterbühnen des Landes bevor sie ein Stipendium für die Royal Academy of Dramatic Art in London gewann.
Nach ihrer Rückkehr aus London spielte sie bis 1958 in mehr als 80 Stücken mit der Nationalen Uruguaischen Comedy Company. Drei Jahre später gründete sie die City of Montevideo Theatre Company, mit der sie Engagements in Buenos Aires, Madrid und Paris hatte.
Ihre erste Filmrolle hatte 1971 sie in "Un guapo del 900", anschließend zog sie nach Buenos Aires, wo sie viel für TV, Film und die Bühne arbeitete.
China ist eine Frau mit vielen Talenten, sie hat keine Angst davor zu leben. Sie hat in ihrem Leben als Journalistin, Übersetzerin von Bühnenstücken und Musicals, als Radioansagerin und in verschiedenen Lehrerpositionen gearbeitet. In Paris wurde sie von Tolstois Enkel in Russisch unterrichtet und während ihrer unzähligen Reisen durch die ganze Welt lernte sie den Schriftsteller Martin Amis sowie Dustin Hoffman, Greta Garbo, Bernardo Neustadt und Diego Maradona kennen. Fünf Jahren lang nahm sie eine Auszeit und lebte in New York.
China spielte in über 30 Filmen und unzähligen Theaterstücken mit. Sie wurde Ehrenbürgerin von Buenos Aires und mit diversen Preisen ausgezeichnet, u.a. beim Filmfest von Havanna als Beste Schauspielerin in "Darse Cuenta". Sie erhielt 2002 den Silbernen Condor für ihr Lebenswerk, für "Conversaciones con Mamá" wurde sie beim Internationalen Filmfest von Moskau als beste Darstellerin ausgezeichnet und erhielt den Gabriela Mistral Orden der chilenischen Regierung sowie den May-Orden der argentinischen Regierung.


Manuel Alexandre (Fred)
Manuel Alexandre wurde in Madrid geboren. Er begann ein Architektur- und Jura-Studium, das er abbrach, um an der Royal Conservatory of Dramatic Art zu studieren, während er nebenbei etwas Geld als Klempner verdiente. Der Spanische Bürgerkrieg unterbrach 1936 das mittlerweile aufgenommene Journalistikstudium, dafür begann er Mitte der 40er Jahre bei verschiedenen Ensembles seine Schauspielerkarriere u.a. für Társila Criado, Jesús Tordesillas und Eslava bevor er Mitglied des Spanish Theater Company wurde.
Seine erste Filmrolle spielte er 1947 in "Dos cuentos para dos", seit den 50er Jahren entwickelten sich enge professionelle Beziehungen zu Regisseuren wie Luis García Berlanga ("Bienvenido Mr. Marshall", "Calabuch", "El Verdugo", "Plácido", "Los jueves milagro", "Tamaño Natural", "Todos a la cárcel"), Juan Antonio Bardem ("Cómicos","Muerte de un ciclista", "Calle Mayor"), Fernando Fernán Gómez ("Manicomio", "El malvado Carabel", "El Mensaje", "La vida por delante", "Sólo para hombres", "Pesadilla para un rico") und José María Forqué ("Atraco a las tres", "La noche y el alba").
Manuel Alexandres Filmografie führt mehr als 300 Titel auf und er gilt als einer der besten Darsteller Spaniens. Er wurde u.a. 1996 als bester Schauspieler beim Gijón International Film Festival für "El Ángel de la guarda" ausgezeichnet und erhielt 2003 den Preis der Spanischen Filmakademie für sein Lebenswerk.
Für ELSA & FRED wurde er für den Goya 2006 für den besten Darsteller nominiert.


Blanca Portillo (Cuca)
Ihre Rolle in der Fernsehserie "7 vidas" war der Auftakt zu einer Schauspielerinnenkarriere auch auf der Leinwand. Seither spielte sie in vielen verschiedenen Filmen mit, so z.B. "Rojas" (Azucena Rodríguez, 1995), "El perro del hortelano" (Pilar Miró, 1995), "Eso" (Fernando Colomo, 1996), "El color de las nubes" (Mario Camus, 1997), "Cosas nuestras" (José Pascual, 1997), "Entre las piernas" (Manuel G.Pereira, 1998), "Sólo mía" (Javier Balaguer, 2001) und "Los nombres de Alicia" (Pilar Ruiz Gutiérrez, 2004).
Neben einer Reihe von primär nationalen Schauspielerinnenpreisen wurde sie u.a. zur Besten Nachwuchsdarstellerin für den Goya 1998 nominiert.


José Ángel Egido (Paco)
José Ángel Egido begann 1983 in Nebenrollen zu schauspielern, u.a. in "Abre los ojos" von Alejandro Amenábar. Für seine Darstellung des Lino in "Montags in der Sonne" (Fernando León, 2002) wurde er als bester Nachwuchsdarsteller mit dem Goya ausgezeichnet. Er hat immer wieder zwischen Bühne und Rollen für populäre TV-Serien gewecheslt, u.a. "Central Hospital" und "One Step Forward".


Roberto Carnaghi (Gabriel)
Während seiner mehr als 40-jährigen Schauspielerkarriere hat Roberto Carnaghi in über hundert Stücken gespielt, vorzugsweise dramatische Rollen in klassischen Stücken und Komödien beim Film. Seine erste Kinorolle war 1970 "Este loco verano" von Fred Carneado, seither trat er in mehr als 40 Filmen auf u.a. "La Raulito" (Lautaro Murúa, 1975), "Los amores de Kafka" (María Luisa Bemberg, 1988), "Moebius" (Gustavo Mosquera, 1996) und "El Amor y el espanto" (Juan Carlos Desanzo, 2001).


Carlos Álvarez Nóvoa (Juan)
Mehr als 40 Jahre seines Lebens hat Carlos Álvarez dem Theater als Schauspieler, Regisseur, Autor und Lehrer gewidmet. 1957 fing er mit der Spanish University Theater Group (T.E.U.) das Schauspielen an, einige Jahre später leitete der diese und andere Theatergruppen in Sevilla, Madrid und Barcelona.
Carlos Álvarez hat in den meisten 'klassischen' sowie anerkannten zeitgenössischen Stücken gespielt. Er ist ein äußerst produktiver Autor, Titel wie "Cigarras y hormigas", "La Merecedora", "Pajaritos 27", "Enamoradas de Bécquer" stammen aus seiner Feder. Seine erste Kinorolle spielte er 1991 in "Llanto por Granada", Regie von Vicente Escrivá, danach folgten "Al Andalus" (Agustín Villalonga, 1992) und "Los años bárbaros" (Fernando Colomo, 1997). 1999 wurde er mit dem Goya als bester Nebendarsteller für seine Rolle in "Solas" von Benito Zambrano ausgezeichnet.


Federico Luppi (Pablo)
Der italienisch stämmige Federico Luppi studierte ursprünglich Malerei und Bildhauerei bis er eher durch Zufall das Schauspielen entdeckte. In "Ha llegado un inspector" spielte er seine erste Rolle, die erste Hauptrolle hatte er in "Romance de Aniceto y la Francisco" von Leonardo Fabio. Seither hat er in mehr als 60 Filmen gespielt, internationale Achtung brachten ihm seine Darstellungen in "A Place in the World" (Adolfo Aristarain, 1992), "Autumn Sun", "El ultimo tren" (Diego Arsuaga, 2004), "Machuca" (Andrés Wood, 2004) oder "Der Wind" (Eduardo Mignogna, 2005 - auch im Arsenal Filmverleih, Start: 6.7.2006)