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Inhalt
Romeo und Julia in einem Kopenhagener Vorort: Die Dänin
Mie und der Palästinenser Shadi lieben sich, doch ihr junges Glück
wird jäh gestört, als Mies Bruder Per brutal zusammengeschlagen
wird. Während Per im Koma liegt, tappt die Polizei im Dunkeln; die
Medien sehen in dem Fall nur eine weitere Bestätigung für die
Zunahme der Ausländerkriminalität in dem sozialen Brennpunkt.
Mie sucht Trost bei ihrem Freund Shadi. Der jedoch weicht ihr aus, denn
er hat Grund zur Annahme, dass sein eigener Bruder hinter dem Überfall
auf Per steckt
Mit ihrem neuen Film legt Annette K. Olesen ("Kleine Missgeschicke",
"In deinen Händen") den Finger schmerzhaft auf die Wunde
des kulturellen Grabens zwischen Dänen und muslimischen Einwanderern.
Im Land des "Karikaturenstreits" hat sie damit erfolgreich ein
aktuelles heißes Eisen angepackt: Mit jungen Laiendarstellern sowie
großer Unmittelbarkeit in der Inszenierung schafft Olesen einen
hohen Grad an Authentizität und beweist erneut, dass sie es als Regisseurin
versteht, am Puls der Zeit zu sein.
Ein eindringlicher Film über den Kampf um gegenseitiges Vertrauen
in einer Welt von Vorurteilen und schnellen Verdächtigungen.
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