Die Farbe der Milch

Preise und Auszeichnungen

2004 Nordische Filmtage Lübeck: Kinderfilmpreis des Nordischen Filminstituts
2004 Internationales Kinderfilmfest Oulu, Finnland: CIFEJ-Preis (Centre International du film pour l'enfance et la jeunesse)
2004 Olympia Film Festival: Beste Regie, Bester Spielfilm
2005 Europäisches Jugendfilmfest Vlaanderen, Belgien: Bester Spielfilm
2005 Filmfestspiele Berlin Kinderfilmfest: Lobende Erwähnung der Jury des Deutschen Kinderhilfswerks
2005 Filmfestspiele Berlin Kinderfilmfest: Lobende Erwähnung der Jury des Kinderfilmfestes
2005 Filmfestival Zlín, Tschechische Republik: Goldener Slipper, Hauptpreis für den besten Kinderspielfilm
2005 Internationales Jugendpublikum Filmfestival Ale Kino! in Poznan, Polen: The Silver Goat
2005 Newport Internationales Filmfestival: Publikumspreis
2005 Internationes Filmfestival für Kinder und Jugendliche, Divercine, Uruguay: Bester Spielfilm, Großer Preis "Guri", DENI Plan-Preis der Kinderjury
2005 Tel Aviv Kinderfilmfestival: Children's Choice Award
2005 Black Nights Filmfestival, Tallinn, Estland: Bester Kinderfilm
2006 Filmfest LeoLiese, Leipzig: Preis der Kinderjury


Kritik der Kinderjury beim 17. Internationalen Kinderfilmfestival 2005 Wien
"Selma beschreibt sich selbst als 'Mamas größte Naturkatastrophe', da ihre Mutter bei ihrer Geburt gestorben ist. Trotzdem wird der Tod nicht zum Thema des Films. Es geht viel mehr sehr lustig und ironisch um die Liebe. Selma erlebt in ihrer Familie und auch sonst rundherum Liebe in verschiedenen Varianten. Die Erwachsenen verhalten sich dabei meist eher kindisch: Selmas Tante Nora streitet z.B. immer mit ihrem Freund Rikard um den Autoschlüssel. Selma bleibt gar nichts anderes übrig, als sich auch selbst mit der Liebe zu beschäftigten, die sie am Ende des Films dann als größte Naturkatastrophe bezeichnet.
Im Verlauf der Geschichte muss sie außerdem das Rätsel um die Farbe der Milch lösen, was zur Steigerung der Spannung in mehreren Schritten geschieht. Am Ende hilft Andy ihr, das Rätsel zu lösen. Das hat uns gut gefallen, denn im Film wird immer Selma als die Wissenschafterin präsentiert, aber sie kann das Rätsel alleine nicht lösen.
Es war gut, dass Selma als Mädchen beim Fußball mitgespielt und auch den Elfmeter gehalten hat. Selma wird überhaupt als sehr mutig dargestellt. Sie ist vor allem nicht feige, sie traut sich z.B. eine Schlange anzufassen, oder als die Jungen am Strand ein Pärchen beim Knutschen beobachten, lässt sie die 'Spanner' auffliegen.
Im Film sind die Frauen- und Männer-Rollen praktisch umgekehrt, denn Selma interessiert sich sehr für Naturwissenschaften und möchte einmal den Nobelpreis gewinnen. Andy meint daraufhin, dass man als Nobelpreisgewinnerin bestimmt gut verdient und er dann bei den Kindern zu Hause bleiben wird.
Eigentlich ziemlich gemein ist Selma immer dann, wenn sie ihren Vater beschimpft, wegen seines Haarschnitts oder weil er zugenommen hat. Unsere Eltern wären da (und auch sonst) wahrscheinlich strenger, so gesehen finden wir die Film-Eltern ein bisschen unrealistisch.
Die Rolle des Schweden war für uns ein wenig komisch, denn wir wussten nie, was er selber denkt. Er ist jedenfalls der erste Mann, den Selma nackt sieht und in den sie sich auch ein wenig verliebt. Die Szene, in der sie sich vor ihm im Kühlschrank versteckt, war sehr lustig.
Sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen haben sehr gut und sehr natürlich gespielt. Die stolze und trotzige Haltung von Selma hat die Darstellerin über ihre Körpersprache ganz wunderbar ausgedrückt.
Die Kamera hat uns insgesamt sehr gut gefallen. Besonders gelungen fanden wir sie in der Unterwasser-Szene und beim Wettschwimmen. Bei der Unterwasser-Szene war auch der Einsatz des Lichtes ganz hervorragend.
Die Musik war ebenfalls sehr gut. Sie wird eher sparsam eingesetzt, das hat gut zum Film gepasst und über die Musik werden vor allem die Gefühle der Figuren sehr schön ausgedrückt, z.B. gab es die fast opernhafte Musik immer in ganz bedeutsamen Momenten.
Wir konnten uns gut in die Figuren hineinversetzen und daher auch gut 'mitleben'.
Zum Schluss bleibt noch zu sagen, dass wir die norwegische Landschaft mit ihren Dünen, Gras und Meer ganz toll ins Bild gesetzt fanden!"

Jury des Internationalen Kinderfilmfestivals CIFEJ, Oulu, Finnland
"Die Jury vergibt ihren Preis für das tiefe und sensible Porträt eines 12-jährigen Mädchens. Der Film erzählt eine universale Geschichte vom Übergang der Kindheit ins Erwachsenenwerden/Frausein. Im Mittelpunkt des Films stehen die Kinder, ihre Welt und ihre Beziehungen. Der Film gibt den Kindern eine Stimme, so dass wir uns mit ihnen identifizieren können.
Zusätzlich möchten wir das intensive Schauspiel der beiden HauptdarstellerInnen loben. Ihre dreidimensionalen Charaktere sind glaubhaft. Der Film vermittelt eine positive Botschaft von der Freude des Lebens und der Kraft der Liebe."

Jury des Deutschen Kinderhilfswerks, Kinderfilmfest Filmfestspiele Berlin
"Im Leben müssen wir manchmal Antworten auf schwierige Fragen finden, besonders, wenn es um Sinnlichkeit geht. Auf solche Fragen haben wir in einem wunderschönen und handwerklich vollendeten Film kluge und humorvolle Antworten erhalten."

Jury des Kinderfilmfestes, Filmfestspiele Berlin
"In diesem Film überzeugte eine witzige Familie mit speziellem Humor. Es geht darum, erwachsen zu werden und doch ein Kind zu bleiben. Die jungen Schauspieler haben dies mit Herz dargestellt."

Kinderjury Divercine, Uruguay
"Für das reine und sensible Abbild der erwachenden Liebe eines 12-jährigen Mädchens"

Kinderjury Filmfest LeoLiese, Leipzig
"'Die Farbe der Milch' ist sehr originell, einerseits durch seine direkte Art, andererseits durch seinen skandinavischen Humor"