DIE
EWIGEN MOMENTE DER MARIA LARSSON
Inhalt
Eine Kleinstadt in Schweden, Anfang des 20. Jahrhunderts: Maria, eine junge Frau aus einfachen Verhältnissen, gewinnt in einer
Tombola eine
Fotokamera.
Sie ist mit Sigfrid Larsson verlobt, einem ungelernten Arbeiter und jungen
Kommunisten, der
zwar harte Arbeit gewohnt ist, aber gerne ein Auge auf andere Frauen wirft
und leider immer
wieder dem Alkohol verfällt. Nach der Heirat wird Maria schnell Mutter
dreier Kinder; im
Laufe ihres Lebens werden noch sechs weitere folgen.
Angesichts des schmalen Einkommens ihres Mannes möchte Maria die unbenutzt
in einer
Ecke liegende Kamera gerne verkaufen, um mit dem Geld Lebensmittel für
die Familie zu
besorgen. Sie wendet sich daher an den Fotografen Sebastian Pedersen, genannt „Piff
Paff
Puff“, der ihr jedoch rät, das Gerät zu behalten. Obwohl
die junge Frau keinen blassen
Schimmer hat, wie man eine Kamera bedient, siegt die Neugierde auf das,
was damit alles
möglich ist. Da sie offensichtlich talentiert ist, versteht sie mit
Piff Paff Puffs Hilfe schnell, wie
man fotografiert. Sie entscheidet sich, ihren Gewinn zu behalten - eine
Entscheidung, die ihr
Leben nachhaltig beeinflussen wird.
Zunächst macht Maria Bilder, die von ihrem alltäglichen Leben
erzählen, von den Sorgen
und der Armut, aber auch von dem Spaß in der Familie und der Freude
am Leben.
Tagsüber ist sie damit beschäftigt, ihren Haushalt zu versorgen.
In der Nacht aber, wenn
Sigfrid seinen Rausch ausschläft, und die Kinder in ihren schmalen
Bettchen liegen,
entwickelt sie ihre Fotos. Die Küche muss dabei als Dunkelkammer herhalten.
Durch
die Kamera beginnt Maria, die Welt um sich herum mit anderen Augen zu
sehen. Nachbarn, Blumentöpfe, die Kinder im Hof, die Katze, alles erwacht
auf ihren Fotos zu
neuem Leben. Alle ihre Fotos halten etwas fest für die Zukunft, wenn
alles andere schon
lange nicht mehr da ist. So fotografiert sie auch die früh verstorbenen
Kinder aus der
Nachbarschaft, die daraus folgenden dramatischen
Veränderungen
in der Gesellschaft. Die gelungenen Aufnahmen der jungen Fotografin wecken
in dem allem Anschein
nach
allein stehenden Fotografen ernsthaftes Interesse an der schönen Frau.
Die inniger werdende Beziehung zu Piff Paff Puff wiederum weckt in Maria
den leisen
Wunsch nach mehr Freiheit; die Fotografie deutet ihr einen Weg zu finanzieller
Unabhängigkeit an.
Daraus wird sowohl Chance als auch Bedrohung für die Familie. Sigfrid
reagiert zunehmend
eifersüchtig und aggressiv auf Marias Erfolg als Fotografin. Der Alkohol
tut ein Übriges ...
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