Das Erbe

Biografien

Per Fly, Regie
Nach einem vierjährigen Studium machte Per Fly 1993 sein Examen als Filmregisseur an der Dänischen Filmschule. Bereits 1991 drehte er seinen ersten Kurzfilm "A Half Hour Waiting Time". Ihm folgten 1993 zwei weitere Kurzfilme "Bent" und "Room 17", sein Abschlussfilm an der Hochschule. Für das Dänische Fernsehen drehte er "King of the Skyscraper" und für die Produktionsfirma Nimbus Film "Calling Kathrine!".
Von 1995 bis 2000 drehte und inszenierte er mehrere Fernsehserien sowie einige Filme: "The Monster Castle Of Frankenstein" (1995) und "Helmar Goes Denmark" (Zentropa, 1995) für die erweiterte Videoversion von "The Kingdom". Er inszenierte die Puppen-Animation "The Little Knight" für das Dänische Filminstitut und den Animationsfilm "Prop & Berta" (2000). Ebenfalls 2000 drehte er "Die Bank".

Ib Tardini, Produzent
In mehr als 30 Jahren hat Ib Tardini über 150 Spielfilme, Fernsehserien und -shows, Kurzfilme und Werbespots produziert. 1984/85 gründete er zudem den landesweit operierenden Sender "Kanal 2" als Herausforderung an das Monopol des öffentlichen Dänischen Fernsehens. Es gibt praktisch keinen dänischen Regisseur, mit dem er nicht gearbeitet hat: Bille August, Nils Malmors, Jørgen Leth, Henning Carlsen, Lars von Trier, Susanne Bier, Thomas Vinterberg, ... Er ist auch der Produzent von Lone Sherfigs "Italienisch für Anfänger" (2001) und von Annette K. Olsens Spielfilmdebüt "Minor Mishaps" (2002), ausgezeichnet als "Bester europäischer Film" bei den Berliner Filmfestspielen. Im letzten Jahr hat er mit Pia Bovins Debüt "Wallah Be" den "Internationalen Großen Preis" der Berlinale gewonnen, mit der speziellen Erwähnung seiner Teilnahme am Wettbewerb im dritten Jahr in Folge.
Ib Tardini ist der Produzent von Per Flys Filmtrilogie über die sozialen Klassen Dänemarks.

Ulrich Thomsen (Christoffer)
Ulrich Thomsen machte seine Ausbildung an der Danish National School of Theatre. Mit seiner Rolle in Thomas Vinterbergs "Das Fest" wurde er international bekannt.
Für diesen Part wurde er sowohl mit einem "Bodil" als auch mit einem "Robert" als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.
Seine Karriere begann 1994 mit einer kleinen Rolle als gewalttätiger Rocker in der dänischen Originalversion von Ole Borndals "Nightwatch", seine erste große Rolle bekam er 1996 in Niels Arden Oplevs "Portland". Die erste Hauptrolle spielte er in Thomas Vinterbergs "The Greatest Heroes" (1996); auch hierfür bekam er einen "Robert".1996 spielte er ebenfalls in der Fernsehserie "The Brewer".
Seitdem hat er in zahllosen Stücken am Theater, im Fernsehen und in Filmen mitgewirkt, u.a. in Anders Thomas Jensens mit dem Oscar ausgezeichneten Kurzfilm "Wahlnacht" (1998), in "Flickering Lights" (2000) und in dem James Bond Film "Die Welt ist nicht genug" (1999), in dem er den russischen Geheimdienstchef Davidow spielt.

Filmografie Ulrich Thomsen (Auswahl)
2003 Das Erbe Per Fly (DK)
2002 The Rocket Post Steven Whittaker (UK)
2002 Killing Me Softly Chen Kaige (USA/UK)
2001 The Zookeeper Ralph Ziman (DK/UK)
2001 Bella Martha Sandra Nettelbeck (D)
2000 Flickering Lights Anders Thomas Jensen (DK)
1999 Die Welt ist nicht genug Michael Apted (USA)
1998 Wahlnacht (Kurzfilm) Anders Thomas Jensen (Oscar)
1998 Das Fest Thomas Vinterberg (DK)
1997 Sekten Susanne Bier (DK)
1996 De Største helte Thomas Vinterberg (DK)
1994 Nattevagten/Nightwatch Ole Bornedal (DK)

Als Produzent:
2003 Baby


Lisa Werlinder (Maria)
Lisa Werlinder hat bis 1995 am Royal College of Music in Stockholm studiert und anschließend die Schauspielschule "Teaterhögskolan i Lulea" bis 2000 besucht. Sie hat mehrfach in schwedischen Theatern gespielt, darunter auch auf den königlichen Bühnen Stockholms. Besondere Aufmerksamkeit erfuhr sie in Ingmar Bergmans Inszenierung von "Maria Stuart".
Sie spielte auch in mehreren Filmen, so in Colin Nutleys "Gossip" (2000) und in Mikael Hylins "The Eliminators", und hatte Auftritte in der Fernsehserie "Olivia Twist" sowie in der schwedischen Show "Skeppsholmen". Sie hatte auch eine Rolle in dem preisgekrönten dänischen Film "A Song For Martin" von Bille August (2001).

Ghita Nørby (Annelise)
Ghita Norby ist eine bekannte Größe de dänischen Film- und Theaterszene. Ausgebildet von 1952 bis 1954 an der "Royal Theatre's Drama School", arbeitete sie bis 1959 am Royal Theatre und hat sie seither in mehr als einhundert Bühnenproduktionen mitgewirkt. Ihren Durchbruch hatte sie am Theater "Allé-Scenen" als "Jo" in dem Stück "A Taste Of Honey". In der Folgezeit spielte sie viele Hauptrollen am "Det Ny Teater", am "Folketeatret" und "Gladsaxe Teatre". Zu ihrem Repertoire gehörten die Stücke "Hostage", "Two For The Scissor", "The Beggars Opera" und "Cabaret". Ihr Erfolg wurde gekrönt in ihren Rollen als "Celimène" in Ingmar Bergman's Produktion von "Le Misantrope" und als Partnerin von Fritz Helmuth in "Who's afraid Of Viginia Woolf?"
Sie spielte im Fernsehen und seit Ende der fünfziger Jahre in Kinofilmen, darunter "Charles' Aunt" (1959), "Peter's Baby" (1961), "The Girl and the Photographer" (1963), "Me and Charly", "Havoc", "Waltzing Regitze", "Freud Leaving Home", "Hamsun" und "A Place Nearby". Sie hat zahlreiche dänische Auszeichnungen erhalten, u.a. mehrere "Bodils" und "Roberts". In Lars von Triers "The Kingdom" spielte sie mit Bravour als Partnerin von Ernst Hugo Järegard die Rolle der Rigmor. In Bille Augusts "The Best Intentions" verkörperte sie die Rolle der Mutter.

Peter Steen (Nils)
Peter Steen, für seine Rolle als "Nils" als bester Nebendarsteller mit dem "Robert" und dem "Bodil" ausgezeichnet, spielte seit 1964 in mehr als 35 Filmen mit, darunter in sämtlichen Folgen der "Olsenbande". Im Fernsehen war er seit 1970 in einem halben Dutzend Fernsehserien zu sehen. Vor seinem Part in "Das Erbe" wirkte er zuletzt in "Reconstruction" von Christoffer Boe mit.

Lars Brygmann (Ulrich)
Lars Brygmann hatte sein Filmdebüt in Carsten Sønders "Love me, love me not" (1995). Seither machte er eine Bilderbuchkarriere mit Rollen in "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" (1997) von Bille August, "Credo" (1997) von Susanne Bier, "The Celebration" (1998) von Thomas Vinterberg, "Albert" (1998), "The Cable Club" (1999), "Max" (2000) und im selben Jahr "Die Bank". Lars Brygmann hat auch in dem Kinderfilm "Some like it Hodder" und in "Stealing Rembrandt" mitgewirkt.